| Von Acht bis Achtundsechzig - Karate in Glauberg für alle Altersgruppen _____________________________________________________________ "Eigentlich wollte ich nur einmal etwas für die Bewegung tun", antwortete Horst Brandt auf die Frage, warum er mit Karate angefangen habe. Der 72-Jährige trat erst vor etwa 2 Jahren in den Glauberger Karate-Verein "Karate-Do Kyohan" ein, nachdem er bisher lediglich in der Herzsportgruppe sowie durch Saunabesuche seinen gesundheitlichen Anforderungen weitgehend Genüge getan hatte. Der Ranstädter Horst Brandt trainiert regelmäßig zwei Mal in der Woche im Glauberger Karateverein und nimmt an allen Lehrgängen des Vereins teil. Zwar wollte er gar nicht die Prüfung für den Gelbgurt machen, aber sein Trainer, der Träger des 4. Dan, Peter Stoll, hatte ihn einfach angemeldet. Mit hohem Engagement beteiligt sich Horst Brandt an den Übungen und Lehrgängen, die im Altersdurchschnitt eher von den "Zwanzigern" und "Dreißigern" besucht werden. Aber er versteht die Karatekampfkunst ebenso wie die Jüngeren, so dass der Altersunterschied kaum ins Gewicht fällt. Bei diesem Sport läuft man auch kaum ein Gesundheitsrisiko, da er weder übermäßige Ausdauer noch gefährliche Aktivitäten erfordert. Gerade nach einem Hinterwandinfarkt im Januar 2002 hatte ihm der Arzt geraten, Sport zu treiben, erläutert Horst Brandt. Er schätzt vor Allem die auferlegte Sebstdisziplin im Karatesport, abgesehen natürlich von der Geselligkeit, die, angefangen vom Trainer bis zu den Jugendlichen, eine große Rolle spielt. Denn Karate ist keine Einzelkampfsportart sondern dort legt man Wert auf den Teamgeist, was sich insbesondere im Zweikampf sowie den Kata-Übungen zeigt. Mit viel Obst halte er sich auch sonst fit, so Horst Brandt, und er gibt damit gerne eine Vorbildfunktion für die nachrückende Karate-Jugend ab. Ein anderes "Extrem" im Verein stellt der Jüngste im Karate-Do-Kyohan dar, der mit 6 Jahren im Oktober 2002 in den Verein eingetreten ist und nunmehr acht Jahre geworden ist. Justin Peters aus Düdelsheim besucht die 2d in der Düdelsheimer Grundschule und liebt -neben dem inzwischen lieb gewonnenen Karate- den Schwimmsport (Seepferdchen, Bronze, Silber). Durch seinen Freund sei er an den Glauberger Karateverein geraten und schätze vor Allem die Förderung der Konzentration und die deutliche Verbesserung der Chancen, sich selbst im Notfall verteidigen zu können. Jedenfalls wollte er nicht, wie viele seiner Kameraden, Fußball spielen. Justin trainiert zwei Mal in der Woche jeweils eineinhalb Stunden und hat bereits drei Lehrgänge in Glauberg besucht, wobei den gelb-weißen Gurt erlangt hat. Justin ist -in einem äußerst gesunden Maße- ehrgeizig: mit 10 Jahren möchte er den Gelbgurt erlangen und -als Fernziel- irgendwann einmal bis zum 9. Dan (höchster Schwarzgurt) kommen. Vor dem Training fühle er sich immer aufgeregt, aber danach so, als sei er durch das Training wieder ein Stück stärker geworden. Justin schätzt es sehr, und dies ist wiederum ein Ausdruck des erwähnten Teamgeistes, dass im Training die größeren Karatekas dabei sind , die Einem helfen, wenn man etwas falsch gemacht hat. Der 8-Jährige nimmt sehr viel aus den Trainingseinheiten mit und bewundert den Trainer Peter Stoll, der "so einen hohen Gürtel hat und schon so weit ist". Bislang ist Justin noch in keine Situation geraten, in der er seine Karatefähigkeiten anwenden musste. Aus Spaß hat er jedoch seinem Klassenkameraden die Technik vorgeführt und sich dabei mit dessen Judofähigkeiten verglichen. Vorbildlich -jedoch ohne jeglichen Druck- stehen Justins Eltern hinter ihm und fördern ihn. Auch seine Freunde und Verwandten bewundern Justins Fähigkeiten. Zur Ablenkung beschäftigt sich Justin mit Fahrradfahren, Schwimmen und -im Urlaub- Schnorcheln. Diese beiden Beispiele zeigen, wie breit die Spanne für Karate-Interessierte sein kann und dass alle Altersgruppen in einem Karateverein gut miteinander auskommen können. Gerne sind die Trainer Peter Stoll und Thomas Brix sowie Michael Bähr bereit "Schnupperstunden" abzuhalten. Weitere Auskünfte erteilt gerne der Trainer Peter Stoll, Tel. 0172/7092133, Im Böning in Glauberg. |